René

XCode: Show the SVN revision in your Cocoa application

René am 4. September 2008

This article describes how to show the Subversion revision number in your Cocoa application using XCode. Lesen…

René

Short hint: Install Linux on a MacPro

René am 4. September 2008

This short hint shows which kernel parameters are required to boot/install Linux 2.6 on your Apple MacPro. Lesen…

René

Die Sendung mit der Maus

René am 22. August 2008
Susan

For Ben

Susan am 19. August 2008

Vor ein paar Wochen erreichte uns eine traurige Nachricht von Laura, meiner ehemaligen Mitbewohnerin aus Newcastle, mit der Bitte für ihren Bruder Ben zu beten. Er war auf einer Expedition und wollte den Berg Shimshal Whitehorn erklimmen. Er war mit einer kleinen Gruppe von Bergsteigern unterwegs zum Gipfel und entschloss sich trotz schlechter Wetterbedingungen allein zum Gipfel zu steigen - die anderen Bergsteiger kehrten um.
Als Ben nicht zur vereinbarten Zeit am Treffpunkt erschien, begann eine tagelange Suchaktion - leider ohne Erfolg. Die Rettungskräfte nahmen an, dass Ben einer Lawine zum Opfer gefallen ist.[2][3] :-(

Ich habe Ben während meines Aufenthalts in Newcastle kurz kennen gelernt. Er übernachtete in unserem Haus und erzählte von seinem Urlaub. Damals schwärmte er von seinem Traum, eine Kletterhalle zu eröffnen. Er war immer für einen Spass zu haben, sehr nett und offen.

Die Familie hat sich dazu entschlossen, im Namen von Ben für ein SOS Waisenkinder-Dorf in den Bergen von Pakistan Spenden zu sammeln[1]. Denn Ben mochte die Einwohner Pakistans sehr.

[1] http://www.justgiving.com/bencheek
[2] Artikel bei Manchester Evening News
[3] Artikel bei BBC

Susan

Tour durch die Highlands

Susan am 16. August 2008

Hier kommt nun endlich unser Urlaubsbericht:

Los ging es am 30. Juli morgens gegen 10 mit dem Zug nach Mainz und von dort aus weiter zum Flughafen Frankfurt Hahn. Mit einer zweistündigen Verspätung hob der Flieger nach Glasgow Prestwick dann endlich ab. Einige Reisende waren während des Fluges sehr nervös, da es unklar war, wann der letzte Zug von Glasgow Prestwick nach Glasgow fahren würde. Am Flughafen angekommen, schnappten wir unsere Rucksäcke und liefen zügig zum Zug. Glücklicherweise konnten wir noch in den letzten nach Glasgow einsteigen (Fahrtdauer: 30 Minuten). Am Bahnsteig lernten wir einen älteren Backpacker kennen, den es schon zum dritten Mal nach Schottland verschlagen hatte. Wir unterhielten uns während der Zugfahrt und zeigten uns gegenseitig die geplante Wanderroute. In Glasgow angekommen ging es dann in das günstigste Hostel der Stadt, welches wider erwartens sauber und ordentlich war. Am nächsten Morgen beeilten wir uns beim Frühstück, da der Essenraum sehr stickig und warm war. Der Grund für die Hitze war ein Toaster, der wie ein kleiner Minibackofen mit Fließband auf einem Tisch stand und ununterbrochen lief. Schnell machten wir uns also bei Regen auf den Weg zur Buchanan Bus Station um weiter von Glasgow nach Balloch (Loch Lomond) zu fahren. Eigentlich wollten wir uns noch die Glasgow Cathedral anschauen, hatten jedoch keine Lust auf den ganzen Verkehr und Stress, der in dieser Stadt herrscht. Während der Busfahrt bekamen wir schon mal einen kleinen Vorgeschmack auf die Highlands und sahen das erste Mal auf unserer Reise größere Berge. In Balloch stiegen wir in einen Bus nach Balmaha um. Die Busfahrt gestaltete sich sehr turbulent. René und ich saßen weit hinten und ich bat René ein offenes Fenster zu schließen, da uns kräftig Luft ins Gesicht blies. Nachdem das Fenster geschlossen war, änderte sich daran allerdings nichts. Ein Blick nach hinten brachte Erhellung. Die hintere Fensterscheibe saß nicht mehr ganz im Rahmen und wackelte. Ansonsten war die Fahrt sehr lustig. Der Bus war schnell unterwegs, bremste nur kurz vor den Kurven und hüpfte ein wenig über kleinere Hügel.

In Balmaha, am Südufer von Loch Lomond, ging unsere Tour los. Wir liefen entlang des West Highland Way zum ersten Campingplatz. Unterwegs trafen wir viele Wanderer und machten erste Bekanntschaft mit den Midges. Diese kleinen, aggressiven Mücken sind in etwa so groß wie eine Essigfliege, beißen und hinterlassen rote Flecken auf der Haut. Wir hatten zwar Autan dabei, stellten jedoch fest, dass das nicht hilft. Wir liefen also und machten nur wenige Pausen (beim Laufen greifen die Midges seltener an). Der Wanderweg war dennoch sehr schön und wir hatten die gesamte Zeit über einen tollen Blick auf Loch Lomond und die umliegenden Berge.
Am Nachmittag kamen wir dann auf dem Campingplatz an und bauten unser Zelt auf. Anschließend wollten wir noch “kurz” nach Rowardennan laufen (5 km), da wir keinen Kocher dabei hatten und auf der Suche nach etwas leckerem zu Essen waren. Wir entschieden uns erneut den West Highland Way entlang zu laufen, um möglichst viel von der Natur zu erleben. Es konnte ja keiner ahnen, dass dieser Wanderweg so angelegt ist, dass man immer auf größere Hügel steigen muss, um anschließend wieder den ganzen Weg hinunter zu laufen. Das Zick-Zack und Auf-und-Ab brachte uns in Zeitnot (noch vor Einbruch der Dunkelheit wollten wir wieder zurück auf dem Zeltplatz sein). Schließlich entschieden wir uns, der Straße zu folgen und erreichten dadurch schneller Rowardennan. Unterwegs fing es dann auch noch heftig zu regnen an und wir mussten feststellen, dass sowohl die Regenjacken als auch die Regenhosen diesem Regen nicht stand hielten. Im Ort angekommen waren wir überrascht, dass dieser nur aus einem Hotel und einem Hostel besteht - kein Supermarkt also (Anm. René: Hatte ich die ganze Zeit vorher vermutet ;-) ). Wir entschlossen uns daher, im Hotel etwas zu essen und dann den Rückweg anzutreten. Gestärkt und völlig durchnässt erreichten wir kurz vor Einbruch der Dunkelheit wieder den Campingplatz und mussten feststellen, dass unser Zelt nun ein Wasserbett besaß. Ein Stück unserer Zeltunterlage war nicht vom Überzelt verdeckt und leitete den Regen direkt in unsere privates “Loch Zelt”. Wir packten im Regen also an und setzten unsere Unterkunft ohne größere Probleme an einen anderen Ort.

Trotz des Regens ging es am nächsten Morgen dann schon wieder weiter nach Rowardennan. Den Ort kannten wir ja vom Vorabend. Wir wussten deshalb auch, dass es einen Fährservice nach Inverbeg gibt, den wir nutzen wollten, um weiter nach Tarbet zu gelangen. Pünktlich 14 Uhr standen wir also am Steg (die Abfahrtszeiten standen dort auf einem Hinweisschild), doch weit und breit war keine Fähre zu sehen. Nach etwa 15 Minuten  gingen wir zum Hotel (laut Hinweisschild die Betreiber der Fähre) und fragten nach. Ein kurzes Telefonat einer netten Dame brachte Klarheit: Der Kapitän konnte die Schlüssel nicht finden. Also machten wir uns zurück zum Steg. Nach ein paar Minuten kam dann auch die Fähre (ein kleiner Fischkutter :-) ) und brachte uns nach Inverbeg. Von dort aus ging es dann weiter mit dem Bus nach Tarbet, da am nächsten Tag unsere Verbindung nach Portree von ebendort fuhr. Wir klapperten alle möglichen Unterkünfte in Tarbet ab und stellten fest, dass alle ausgebucht waren. Es blieb uns also nichts weiter übrig, als bis nach Arrochar zu laufen. Etwa 23 Uhr fanden wir dann dort ein B&B und konnten endlich ins Trockene (wir waren mal wieder durchnässt).

Nach einer erholsamen Nacht machten wir uns auf den Weg zurück nach Tarbet (ja es hat wieder geregnet) und fuhren mit dem CityLink-Bus nach Portree. Die Busfahrt war atemberaubend schön. Immer wieder sahen wir riesige Berge und wunderschöne Täler. Eine außergewöhnliche Landschaft mit faszinierenden Wolken und Wasserfällen - einfach toll.

An Tag Vier unserer Reise machten wir uns auf den Weg vom Campingplatz in Portree nach Staffin (im Norden der Isle of Skye). Eine Strecke von 26 Kilometern lag vor uns. Wir entschieden uns, der Straße zu folgen, um schneller an unser Ziel zu kommen. Außerdem gibt es kaum nervenden Autoverkehr auf Skye. Der Weg von Portree nach Staffin war total schön - die Bilder sprechen für sich. Immer wieder blieben wir kurz stehen und genossen die wundervolle Landschaft. Mein Blick richtete sich immer wieder zum Gipfel der Berge, da sich dort die Wolken ganz langsam hinüber schoben. Für mich als “Wolkenliebhaber” war das Schauspiel hinreißend. Allerdings ließen mit der Zeit die Kräfte nach. Wir konnten immer weniger Pausen machen, da uns die Midges auf den Fersen waren und immer wenn wir stehen blieben, bissen sie zu. Nach der sieben-stündigen Wanderung mit vollem Gepäck(!) kamen wir endlich am Zeltplatz an. Ich war total fertig und mein Kreislauf im Keller - Schuld war eine Dehydrierung. Unglücklicherweise hatten die Geschäfte im Ort schon geschlossen und unsere Essenvorräte waren komplett aufgebraucht. Der Inhaber des Campingplatzes gab uns zum Glück etwas Essbares und zeigte uns eine öffentliche Kochstelle. Wir waren wirklich sehr dankbar für diese Geste und ließen uns ein paar Makkaroni mit Tomatensoße schmecken (dazu gab es sogar lecker Kaffee und Tee).

Am nächsten Tag wollten wir ursprünglich die 10 Kilometer von Staffin nach Uig laufen, allerdings hatten wir schon am Vortag beschlossen, lieber den Bus zu nehmen. Es war zwar Bank Holiday. Doch zum Glück nicht in Schottland und der Bus fuhr trotzdem. Wir genossen einmal mehr die wunderschöne Landschaft und fuhren nach Uig, wo wir auf die Weiterfahrt nach Inverness warteten. Am gleichen Tag ging es dann noch einmal fünf Kilometer von Inverness zum Campingplatz in Bunchrew. Zum Glück hatten wir vorreserviert, denn der Campingplatz war voll. Wir suchten uns in der Dämmerung einen Platz nahe am Beauly Firth und stellten fest, dass es dort so gut wie keine Midges gab.

Die nächsten Tage verbrachten wir mit einer kleinen Stadtbesichtigung von Inverness und Reiseplanungen. Eigentlich wollten wir von Inverness weitere zwanzig Kilometer am Loch Ness entlang und dann am darauffolgenden Tag noch einmal zwanzig Kilometer nach Cannich. Am dritten Tag sollte es dann dreißig Kilometer wieder zurück nach Inverness gehen. So richtig hatten wir allerdings keine Lust mehr auf Wandern. Wir waren ziemlich kaputt und wussten, dass wir zu diesem Zeitpunkt nicht noch einmal so weit laufen wollten. Außerdem war der Campingplatz in Inverness wirklich toll. Während der Zeit dort entschlossen wir uns, eher als geplant die Heimreise anzutreten. Wir haben unsere Katzen wirklich sehr vermisst und hatten auch keine Lust mehr auf die geplante Städtebesichtigung von Newcastle und London. Daher fuhren wir am Freitag zurück nach Glasgow und flogen von dort aus wieder nach Frankfurt Hahn. Wir mussten fünf Stunden in der Nacht auf dem Bahnhof in Frankfurt am Main verbringen, da unser Zug erst am Samstagmorgen sechs Uhr zurück nach Dresden fuhr.

Fazit:
Die Highlands sind wirklich schön. Wir wollten mit unserer Reise verschiedene Orte kennenlernen und sehen, wo es uns am besten gefällt. Die Isle of Skye hat uns am Besten gefallen und wir werden auf jeden Fall dahin zurückkehren. Das nächste Mal allerdings mit einem Auto und einem kleinen Kocher! Auch der West Highland Way hat uns sehr gut gefallen und wir möchten ihn auf jeden Fall mal meistern.
Wir sind in fünf Tagen etwa 75 Kilometer gelaufen (mit jeweils 14kg und 12kg Gepäck) und haben unterwegs viele nette Leute kennengelernt. Schottland ist in jedem Fall empfehlenswert. Vor allem für Naturliebhaber und Wanderer.

René hat hier noch ein kleines Video mit den schönsten Bildern zusammengestellt.  Viel Spass! :-)